Die ersten Tage sind nun vorbei und ich muss sagen, ich bin hoch zufrieden! Allein diesen Artikel mit einer physischen Tastaur zu tippen macht wirklich einen Heidenspaß! Aber es ist nicht alles „Gold was glänzt“. Hier erfahrt ihr mehr über meine persönlichen Erfahrungen, sowie die Schattenseite des neuen Blackberry Q10.

Zu Beginn noch ein paar Infos zur Technik:

– Auflösung: 720 x 720 Pixel – 330 ppi Super AMOLED – 3,1 Zoll
– 8 MP Frontkamera
– Dual-Core Prozessor mit 1,5 GHz
– BB 10 Betriebssystem
– 16 GB interner Flash Speicher
– 2100 mAH Akku
– Anschlüsse (Mini-USB, Micro-HDMI, Kopfhörer)
– LTE fähig!
– WLAN mit N-Technologie

So, dass war es zur technischen Seite. Alles in allem definitiv ein gutes Paket und aus Hardware Sicht kann ich in diesem Bericht auch nichts negatives äußern.

Kommen wir nun zum eigentlichen Bericht: Meine Ausgangssituation war ein iPhone 4s, welches ich vor einiger Zeit ziemlich ramponiert erhalten habe und mit viel Liebe zum Detail wieder aufgemöbelt habe.  Dann kam letzte Woche endlich mein Blackberry an und ich war direkt Feuer und Flamme für dieses Gerät. Physische Tastatur und eine vernünftige Größe des Monitors (Vergleich mit den letzten Bold-Geräten). Als Zubehör spendiert Blackberry ein Päckchen Kopfhörer und jede menge kleine Anleitungen für jedermann (Ich lese bei Mobilgeräten grundsätzlich keine Bedienungsanleitung, um nicht schon voreingenommen mit dem Gerät zu starten). So, Akku rein und los!

Was direkt auffällt, ist das extrem lange Booten. Natürlich muss zum ersten Start noch einiges Initialisiert werden, doch hat sich das selbst nach zahlreichen Neustarts bisher noch nicht verändert. Mir persönlich dauert das Booten etwas zu lange.

Nach erfolgreichen starten kann es dann auch losgehen, Blackberry hat es mit BB10 geschafft, eine perfekte Lücke zwischen iOS und Android zu finden.
Die Optik ist vielversprechend und ansprechend, keine langweiliges Menü mehr der Vorgänger-Versionen, der Blackberry Hub (Nachrichtenzentrale für alles) ist strukturiert aufgebaut und jede kleinste Neuigkeit landet hier, sei es ein verpasster Anruf oder eine SMS , Whatsapp, Emails uvm. Hier wird alles Übersichtlich gelagert und durch aufblinken der Info-LED, bzw. durch verschiedene Icons auf dem Sperrbildschirm, der User zusätzlich informiert.

Gesten: Ok, viele der Gesten sind ja mittlerweile von der Konkurrenz bekannt, von oben nach unten, von unten nach oben, von links nach rechts etc. alles etwas intuitiver aber keine riesen Neuerung.

Multi-Tasking: Auch wenn z.B. iOS es zwar behauptet, wirkliches Multi-Tasking sieht anders aus und Blackberry zeigt wie es geht. Die Apps können durch Wisch-Geste minimiert werden und laufen wirklich im Hintergrund weiter, praktisch wenn das Laden einer Seite etwas Zeit in Anspruch nimmt und man nebenbei noch etwas Spielen möchte.

Blackberry Q10 im TestTastatur: Natürlich haben iOS und Android gute virutelle Tastaturen und durch verschiedenste Apps bzw. Erweiterungen können diese auch deutlich mehr als nur Buchstabe für Buchstabe, aber nichts ansatzweise konnte mich bisher so überzeugen wie diese Physische Tastatur. Nach kurzer Umgewöhnungen schreibe ich nun auch ganz bequem verschiedene Einträge in Foren einfach direkt via Blackberry und meine Schreibgeschwindigkeit nimmt allmählich wirklich erstaunliche Geschwindigkeiten an, so wie zu Zeiten der SMS-Schreib-Wettbewerbe auf dem alten Nokia 3310.

Jetzt allerdings mal etwas zur Schattenseite: Der App-Markt. Mich interessiert es brennend weshalb für BB10 quasi nichts auf dem DE-Markt vorhanden ist? Nicht mal eine einfache Banking-App ist vorzufinden (Für den Vorgänger von BB10 gab es hier z.B. eine Sparkassen-App).

…und noch ein kleines Manko, was vllt. nicht jeden betrifft oder weil ich bisher noch nicht herausgefunden habe, die Tastensperre – Bisher kann ich diese nur aktivieren, wenn man den ON/OFF Button gedrückt hält und dann „Sperren“ auswählt.

Alles in allem – Ein unglaubliches Gerät. Ich muss sagen, ich mag es nicht mehr hergeben und wenn der App-Markt endlich mal noch etwas hochfährt mit ein paar nützlichen Nativen-Apps dann sehe ich da eine gute Möglichkeit, das hier ein kleiner Umschwung stattfinden kann. Vorausgesetzt Blackberry fährt hier weiterhin eine breite Marketing-Strategie und kann die ehemaligen Business-Kunden (Ich habe den Business-Teil außer acht gelassen, aber die Möglichkeit, Privat und Geschäftlich zu trennen, ist eine wirklich brauchbare Idee für den Business-Bereich) Vieltipper und Blackberry-Enthusiasten wieder reaktivieren.

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